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Element: Metall

Yoga Nidra: Lungenmeridian

Eine Sitzung für einen Meridian des Elements Metall. Thema: Herbst, Atem, Loslassen und Traurigkeit, die zu Weite wird. Leg dich auf den Rücken, setz Kopfhörer auf und lass dich führen.

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Text der Sitzung zum Lesen

Leg dich bequem hin. Lass deine Arme neben dem Körper ruhen, die Handflächen zeigen nach oben. Schließ die Augen sanft. Spür, wie die Erde dich trägt.

Nimm dir einen Moment, um bei dir anzukommen. Nichts muss getan werden. Nichts muss verändert werden. Du bist hier. Das genügt.

Lass jetzt eine innere Absicht entstehen. Ein Satz, kurz und ruhig, der sich wahr anfühlt. Vielleicht dieser: *Ich lasse los, was mich nicht mehr nährt, und mache Platz für das Neue.

Sprich ihn innerlich, einmal, mit Wärme.

Jetzt beginnen wir, die Aufmerksamkeit sanft durch den Körper zu führen. Folge einfach meiner Stimme.

Dein rechter Daumen. Zeigefinger. Mittelfinger. Ringfinger. Kleiner Finger. Handfläche. Handrücken. Handgelenk. Unterarm. Ellenbogen. Oberarm. Schulter. Die rechte Seite des Schlüsselbeins. Die rechte Seite der Brust. Der rechte Flügel der Lunge, tief innen.

Dein linker Daumen. Zeigefinger. Mittelfinger. Ringfinger. Kleiner Finger. Handfläche. Handrücken. Handgelenk. Unterarm. Ellenbogen. Oberarm. Schulter. Die linke Seite des Schlüsselbeins. Die linke Seite der Brust. Der linke Flügel der Lunge, tief innen.

Beide Lungenflügel zugleich. Wie zwei stille Räume in dir. Weich. Offen. Atmend.

Bring jetzt die Aufmerksamkeit zum Atem. Du veränderst nichts. Du beobachtest nur. Der Atem fließt ein. Er fließt aus. Zwischen dem Ausatmen und dem nächsten Einatmen liegt ein kleiner Moment des Schweigens. Bleib dort. In dieser Stille. Sie ist kein Fehlen. Sie ist Öffnung.

Lass den Ausatem länger werden. Ganz von selbst. Als würdest du etwas loslassen, das du lange gehalten hast. Vielleicht einen Gedanken. Vielleicht eine Anspannung. Vielleicht etwas, das du nicht einmal benennen kannst. Es darf gehen. Mit jedem Ausatem.

Und nun eine Reise in Bilder.

Stell dir vor, du sitzt am Rand eines Waldes. Es ist Herbst. Die Bäume stehen still. Ihre Blätter sind goldgelb, rostrot, tief orange. Die Luft ist klar und kühl, und du atmest sie tief ein. Sie riecht nach feuchter Erde, nach Holz, nach dem Ende von etwas.

Ein Blatt löst sich. Ganz langsam. Es fällt nicht hastig. Es gleitet. Es tanzt ein letztes Mal in der Luft und legt sich dann ruhig auf den Boden. Der Baum verliert es. Und der Baum bleibt stehen. Stark. Verwurzelt. Frei.

Vielleicht trägt auch du etwas in dir, das bereit ist zu fallen. Ein altes Muster. Eine Trauer, die du schon lange mit dir trägst. Sie muss nicht verschwinden. Sie darf sich verwandeln. Trauer ist keine Schwäche. Im Herbst der Lunge ist Trauer ein heiliges Gefühl. Sie zeigt, dass dir etwas wichtig war. Dass du geliebt hast. Dass du gelebt hast.

Lass die Trauer da sein. Atme sie an. Und dann atme sie aus. Nicht mit Gewalt. Mit Zärtlichkeit. Sie verwandelt sich, während du atmest, ganz langsam, in Weite. In Stille. In Raum.

Der Wald um dich herum atmet mit dir. Die Erde nimmt das auf, was nicht mehr gebraucht wird, und macht daraus Nährstoff. Neues Leben. Neuen Anfang. Das ist das Geschenk des Metalls, des Herbstes, der Lunge. Aus dem Loslassen entsteht Platz.

Kehre jetzt zu deiner inneren Absicht zurück. Sprich sie noch einmal, leise, zu dir selbst: *Ich lasse los, was mich nicht mehr nährt, und mache Platz für das Neue.

Lass sie sinken. Tief in dich hinein.

Beginne jetzt, langsam zurückzukehren. Spür deine Hände. Deine Füße. Den Boden unter dir. Beweg die Finger. Die Zehen. Atme tiefer. Strecke dich, wenn du möchtest. Ganz sanft.

Öffne die Augen, wenn du bereit bist. Langsam. Die Welt ist noch da. Und du bist ein wenig leichter als zuvor.

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Dies ist eine Entspannungspraxis, keine Therapie und keine medizinische Beratung. Nicht beim Autofahren hören.