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Element: Erde

Yoga Nidra: Milz- und Pankreasmeridian

Eine Sitzung für einen Meridian des Elements Erde. Thema: Stabilität, Selbstfürsorge, Süße ohne Übermaß. Leg dich auf den Rücken, setz Kopfhörer auf und lass dich führen.

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Leg dich bequem hin. Strecke deine Beine aus, lass deine Arme locker neben deinem Körper liegen, die Handflächen zeigen nach oben. Schließe sanft die Augen. Spür, wie der Boden dich trägt. Vollständig. Ohne Bedingungen.

Nimm jetzt diese Absicht in dein Herz, ruhig und klar:

Ich bin geerdet, ich nähre mich mit Fürsorge und Maß.

Lass diesen Satz wie einen Samen in die Stille fallen.

Richte deine Aufmerksamkeit auf den großen Zeh deines linken Fußes. Den zweiten Zeh. Den dritten. Den vierten. Den kleinen Zeh. Die Fußsohle. Die Ferse. Den Innenknöchel. Den Innenrand deines Fußes – hier beginnt der Weg des Milz-Meridians. Er steigt ruhig auf. Er trägt etwas in sich: die Qualität der Erde. Der Fülle. Der stillen Beständigkeit.

Der Meridian wandert die Innenseite deines linken Unterschenkels hinauf. Am Schienbein entlang. An der Wade vorbei. Ganz langsam. Ganz sicher. Bemerke die Innenseite deines linken Knies. Den inneren Oberschenkel. Das Gewebe hier ist weich. Es erinnert sich an Geborgenheit.

Die Energie fließt weiter über die linke Hüfte. Die linke Seite des Bauches. Spür deinen Bauch. Das weiche Auf und Ab deines Atems dort. Die Milz liegt hier, ruhig unter deinen Rippen links. Das Pankreas trägt die Mitte deines Körpers. Beides arbeitet still für dich. Jeden Tag. Ohne dass du darum bitten musst.

Nun dieselbe Reise auf der rechten Seite. Großer Zeh rechts. Zweiter Zeh. Dritter. Vierter. Kleiner Zeh. Fußsohle rechts. Innenknöchel rechts. Innenseite des rechten Unterschenkels. Das Schienbein. Die Wade. Das innere Knie. Der innere Oberschenkel. Die rechte Hüfte. Die rechte Seite des Bauches.

Beide Seiten nun gemeinsam. Die Energie steigt weiter auf, zum Brustkorb. Zu den Rippen. Zur Brust. Zur linken Schulter. Zum Achselhöhlenbereich. Sie endet dort, sanft und vollendet. Der Meridian hat seinen Weg gemacht. Durch deinen ganzen Körper. Durch das Herz deiner Mitte.

Atme jetzt tief in den Bauch hinein. Lass den Atem die Mitte deines Körpers weiten. Stell dir vor, wie du beim Einatmen Nährendes aufnimmst. Beim Ausatmen lässt du los, was nicht mehr gebraucht wird. Was zu viel war. Was du zu lange getragen hast. Einatmen – Fülle. Ausatmen – Freiheit. Noch einmal. Und noch einmal.

Und jetzt reist dein inneres Auge in eine Landschaft aus Erde. Du stehst auf einem Feld im Spätsommer. Das Getreide ist goldgelb. Die Luft ist warm und still. Der Boden unter deinen Füßen ist fest. Du spürst sein Gewicht. Seine Verlässlichkeit. Die Erde hält dich. Sie hat dich immer gehalten.

In deiner Hand hält du eine reife, süße Frucht. Du riechst ihre Süße. Du spürst, dass Süße nicht Überfluss bedeutet. Süße bedeutet: Es ist genug. Es ist gut. Du bist versorgt. Du bist nährendes Wesen und genährtes Wesen zugleich.

Die Sonne des Spätsommers wärmt deine Schultern. Du musst nirgends hin. Du musst nichts leisten. Du darfst einfach sein. Geerdet. Ruhig. In der Mitte.

Kehre jetzt mit deiner Aufmerksamkeit zurück zu deiner Absicht. Lass sie noch einmal durch dich hindurchfließen, wie warmes Licht:

Ich bin geerdet, ich nähre mich mit Fürsorge und Maß.

Spür langsam deinen Körper wieder als Ganzes. Die Schwere deiner Beine. Die Breite deines Rückens. Die Hände. Die Finger. Lass deine Finger sich ganz leicht bewegen. Dann die Zehen. Strecke dich sanft aus, wenn es sich richtig anfühlt. Atme einmal tief ein. Und aus.

Öffne die Augen, wenn du bereit bist. Nimm dir einen Moment. Du kommst zurück. Du bringst die Stille mit.

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Dies ist eine Entspannungspraxis, keine Therapie und keine medizinische Beratung. Nicht beim Autofahren hören.