EZOSTYLIA

Ezostylia › Yoga Nidra der 5 Elemente › Nieren- und Blasenmeridian

Element: Wasser

Yoga Nidra: Nieren- und Blasenmeridian

Eine Sitzung für einen Meridian des Elements Wasser. Thema: Winter, tiefe Regeneration, Angst, die zu Vertrauen wird. Leg dich auf den Rücken, setz Kopfhörer auf und lass dich führen.

Sitzung anhören

Text der Sitzung zum Lesen

Leg dich bequem hin. Strecke deine Beine aus, lass deine Füße nach außen fallen. Lege deine Arme neben deinen Körper, die Handflächen zeigen nach oben. Schließe sanft deine Augen.

Spüre das Gewicht deines Körpers. Spüre, wie die Unterlage dich trägt. Du musst nichts halten. Du kannst alles loslassen.

Bringe jetzt eine Absicht in dein Herz. Eine kurze, stille Aussage. Lass sie leise in dir anklingen:

Ich vertraue dem Leben und ruhe in seiner Tiefe.

Wir beginnen die Reise durch deinen Körper. Folge meiner Stimme, bleibe wach und gleichzeitig tief entspannt.

Spüre deinen rechten kleinen Zeh. Den vierten Zeh. Den dritten. Den zweiten. Den großen Zeh. Die Fußsohle. Die Ferse. Den Innenknöchel. Den Außenknöchel. Die Wade. Die Kniekehle. Den Oberschenkel von innen. Den Oberschenkel von außen. Die rechte Hüfte.

Spüre deinen linken kleinen Zeh. Den vierten Zeh. Den dritten. Den zweiten. Den großen Zeh. Die Fußsohle. Die Ferse. Den Innenknöchel. Den Außenknöchel. Die Wade. Die Kniekehle. Den Oberschenkel von innen. Den Oberschenkel von außen. Die linke Hüfte.

Spüre das Steißbein. Den unteren Rücken. Die Region der Nieren – tief im Rumpf, auf beiden Seiten der Wirbelsäule. Den mittleren Rücken. Den Bereich der Blase im Unterbauch. Den Nabel. Den Solarplexus. Die Brust. Den Hals. Das Hinterhaupt. Den Scheitel.

Spüre den gesamten Körper als ein einziges Feld der Stille.

Richte jetzt deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Du veränderst ihn nicht. Du beobachtest ihn nur. Der Atem kommt. Der Atem geht. Bei jeder Ausatmung sinkt dein Körper etwas tiefer. Bei jeder Einatmung empfängst du stille Energie.

Stell dir vor, mit jeder Einatmung fließt ein dunkelblaues, kühles Licht in deine Nieren. Es sammelt sich dort, ruhig und nährend. Es ist das Licht des Winters. Das Licht der Tiefe.

Und jetzt tauche ein in ein Bild.

Es ist Nacht. Tiefer Winter. Du stehst am Rand eines zugefrorenen Sees. Der Mond spiegelt sich im Eis. Alles ist still. Die Luft ist klar und scharf. Die Bäume stehen bewegungslos, ihre Äste mit Frost bedeckt. Du hörst nichts außer deinem eigenen Atem.

Du spürst, dass unter dem Eis das Wasser lebt. Langsam. Tief. Unsichtbar. Es wartet. Es ruht. Es sammelt Kraft für den Frühling, der kommen wird.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl in dir selbst. Eine Stille, die manchmal wie Angst aussieht. Ein leises Zittern im Inneren, das fragt: *Bin ich sicher? Werde ich gehalten?

Schau auf den See. Schau, wie das Eis trägt. Wie die Stille nicht leer ist, sondern voll. Voll von etwas, das noch nicht sichtbar ist, aber bereits da ist.

Deine Nieren tragen das Gedächtnis deines Lebens. Deine tiefste Kraft. Dein Urvertrauen. Es schläft manchmal. Aber es verschwindet nie.

Lass die Angst, wenn sie da ist, einfach neben dir stehen. Wie ein Baum im Winter. Nackt. Ehrlich. Und dennoch lebendig.

Das Wasser unter dem Eis fließt. Du fließt. Auch wenn du es nicht siehst.

Bringe jetzt noch einmal deine Absicht zurück. Lass sie in dir nachhallen, ruhig und fest:

Ich vertraue dem Leben und ruhe in seiner Tiefe.

Beginne langsam, aus dieser Stille zurückzukehren. Spüre die Schwere deines Körpers. Spüre die Unterlage unter dir. Bewege sanft deine Finger. Deine Zehen. Drehe den Kopf langsam zur Seite.

Atme tief ein. Und aus.

Wenn du bereit bist, öffne die Augen. Langsam. Ohne Eile.

Du bringst diese Stille mit dir.

Alle Sitzungen

Dies ist eine Entspannungspraxis, keine Therapie und keine medizinische Beratung. Nicht beim Autofahren hören.