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Omas Rezepte: Tinkturen, Pflaumenmus und Kräutersalben

Omas Rezepte: Tinkturen, Pflaumenmus und Kräutersalben
ANAutoren: Adastra & Niezłomny
Lesen in:PLENDE

Johanniskraut-Tinktur, Holundersirup, drei Tage gerührtes Pflaumenmus und Ringelblumensalbe auf Schmalz — Rezepte der Flüsterinnen und Großmütter.

Kamille — echtes Foto, Wikimedia Commons

⚠ Wichtig: So verwendeten es einst die Slawen, die Flüsterinnen und unsere Großmütter. Wir sind keine Ärzte — dies ist überliefertes Volkswissen und Kulturerbe, keine medizinische Beratung. Besprich jede Anwendung von Kräutern mit Arzt oder Apotheker, besonders bei Medikamenten, Schwangerschaft, chronischen Krankheiten und bei Kindern.

Bevor es Apotheken gab, hatte jede Dorfkate ihre eigene: die Speisekammer. Tinkturen für die Verdauung, Sirupe gegen Husten, Eingemachtes für den Winter und Salben für 'alles, was wehtut'. Wir haben die Rezepte so gesammelt, wie Flüsterinnen und Großmütter sie weitergaben — Schritt für Schritt, ohne Abkürzungen. Die vollständigen Versionen findest du in der App im Buch des Wissens → Omas Rezepte.

Johanniskraut-Tinktur — 'Johannisblut'

Johanniskraut — Wikimedia Commons

Zwei Tassen blühender Johanniskraut-Spitzen (am sonnigen Mittag gepflückt) mit 500 ml 70%igem Alkohol übergießen. Drei Wochen im Dunkeln, alle zwei Tage schütteln — die Tinktur färbt sich rubinrot, einst 'Johannisblut' genannt. Abseihen und zwei Wochen reifen lassen. 15–20 Tropfen in Wasser nahm man 'gegen Kummer und für den Magen'. Achtung: Johanniskraut wechselwirkt mit vielen Medikamenten und macht sonnenempfindlich.

Holunderblütensirup

Schwarzer Holunder — Wikimedia Commons

30–40 Dolden (vor Mittag gepflückt, nie gewaschen!) mit Scheiben zweier Zitronen schichten. Mit abgekühltem Sirup aus 1 kg Zucker und einem Liter Wasser übergießen. Nach 48–72 Stunden abseihen, mit einem Teelöffel Zitronensäure aufkochen und abfüllen. Ein Löffel in heißem Wasser diente 'gegen Fieber und Husten' — Holunder treibt den Schweiß. Und: Vor dem Pflücken verneigten sich die Großmütter vor dem Strauch, denn 'unter dem Holunder wohnen die Ahnengeister'.

Pflaumenmus — ein dreitägiges Ritual

5 kg reife, entsteinte Hauszwetschgen werden ohne Zucker bei kleiner Flamme 2–3 Stunden täglich drei Tage lang geschmort, mit dem Holzlöffel gerührt — langsam, nur in eine Richtung, 'damit sich das Gute im Haus nicht umkehrt'. Am dritten Tag ist die Masse fast schwarz und so dick, dass der Löffel darin steht. Heiß abfüllen, 20 Minuten pasteurisieren.

Ringelblumensalbe auf Schmalz

Zwei Handvoll Ringelblumenköpfe 15 Minuten in 250 g geschmolzenem Schmalz erwärmen (es soll kaum simmern, nie braten). 24 Stunden zugedeckt ruhen lassen, erneut erwärmen, in Tiegel abseihen, kühl lagern. Für rissige Hände, Wundsein und rissige Fersen. 'Was die Ringelblume nicht heilt, heilt nichts', sagten die Großmütter.

Beinwellsalbe — das 'knochenheilende Kraut'

100 g geriebene Beinwellwurzel (nach den ersten Frösten gegraben) 20 Minuten in Schmalz erwärmen, über Nacht ruhen lassen, abseihen. Nur äußerlich — bei Prellungen, Gelenken und verstauchten Knöcheln. Innerlich wird Beinwell nie angewendet.

Vier-Räuber-Essig, Knoblauchhonig und Zwiebelsirup

Pfefferminze — Wikimedia Commons

Drei Klassiker der schützenden Speisekammer: Vier-Räuber-Essig (Salbei, Rosmarin, Thymian, Lavendel, Minze und Knoblauch, 2–4 Wochen in Apfelessig mazeriert — der legendäre Schutz 'in Pestzeiten'), Knoblauchhonig (2 Knollen in 250 g Honig für eine Woche — ein Teelöffel täglich von Oktober bis März) und der älteste polnische 'Sirup': Zwiebel mit Zucker, über Nacht angesetzt, löffelweise gegen Husten.

Wo findest du die vollständigen Rezepte?

In der Ezostylia-App wartet im Buch des Wissens ein neuer Reiter: 'Omas Rezepte' — 12 vollständige Schritt-für-Schritt-Rezepte (Tinkturen, Sirupe, Mus, Rosenblütenkonfitüre, Salben, Wickel) mit dem Wissen der Flüsterinnen. Lies auch unseren Artikel über die Kräuter der Flüsterinnen mit echten Fotos.

⚠ Wichtig: So verwendeten es einst die Slawen, die Flüsterinnen und unsere Großmütter. Wir sind keine Ärzte — dies ist überliefertes Volkswissen und Kulturerbe, keine medizinische Beratung. Besprich jede Anwendung von Kräutern mit Arzt oder Apotheker, besonders bei Medikamenten, Schwangerschaft, chronischen Krankheiten und bei Kindern.

Fotos: Wikimedia Commons (gemeinfrei / CC). Rezepte: Aufzeichnungen der Volkstradition Podlachiens und des polnischen Dorfes.

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